Allgemeine Dermatologie

Auslöser der Erkrankung ist eine gesteigerte Aktivität der Talgdrüsen mit nachfolgender bakterieller Besiedelung. Der vermehrt produzierte Talg sammelt sich in den Talgdrüsen an und führt im weiteren Verlauf zu einer Verstopfung der Talgdrüsenausführungsgänge. Dies führt zu einer Entzündung des Talgdrüsenfollikels und zur Entstehung von entzündlichen roten Knoten und Pusteln.

Genetische Faktoren und äußere Einflüsse wie z.B. die Verwendung falscher Kosmetika, Rauchen, übermäßiger Konsum von Milchprodukten und psychischer Stress können die Entstehung der Akne begünstigen.

Akne stellt für den Betroffenen eine oft schmerzhafte und vor allem seelisch belastende Erkrankung dar. Schwere Verlaufsformen können insbesondere bei nicht frühzeitiger Therapie zu ausgeprägten und kosmetisch störenden Aknenarben führen.

ABER AKNE IST HEILBAR.

Abhängig vom Schweregrad der Erkrankung und nach einem ausführlichen Erstgespräch wird gemeinsam mit dem Patienten ein Therapiekonzept erstellt.

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Therapeutisch stehen verschiedene Lokaltherapien mit antibakteriellen und antibiotischen Wirkstoffen bzw. Schälcremen zur Verfügung, die zusätzlich noch mit einer medikamentösen antibiotischen Therapie unterstützt werden können.

 

Bei schweren Formen der Akne, die sich trotz der oben genannten Therapiemöglichkeiten nicht gebessert haben, ist eine Therapie mit Isotretinoin indiziert. Dieser Wirkstoff hemmt die Entzündung der Haut und unterdrückt die Talgdrüsenproduktion.

 

Zur Unterstützung der medizinischen Behandlung ist auch eine entsprechende Hautpflege wichtig.

 

Hier bieten wir eine Reihe von medizinischen Pflegeprodukten in unserer Ordination zum Verkauf an, die besonders für Aknehaut bzw. Aknenarben als unterstützende Begleittherapie geeignet sind.

THERAPIEN:
Lokalbehandlung mit antibakteriellen Wirkstoffen od. Schälcremen
Medizinisches Microneedling mit Microneedling Pen
Laserbehandlungen von Aknenarben
Unterstützende kosmetische Behandlungen:
Aknetoilette, Fruchtsäurebehandlungen, Microdermabrasion, fraktioniertes Radiofrequenz-Microneedling
Weiters bieten wir eine Reihe von medizinischen Pflegeprodukten in unserer Ordination zum Verkauf an, die besonders für Rosazea als unterstützende Begleittherapie geeignet sind.
Akne
Akne

Die Rosazea (=Gefäßerweiterung od. auch sog. Couperose) ist eine Erkrankung, die mit Rötungen und Gefäßerweiterungen im Gesichtsbereich einhergeht. Die Entzündung verläuft typischerweise stadienhaft. Oftmals beginnt die Rosazea mit einer Rötung im Bereich der Nase und der Wangen, die Patienten als brennend, juckend oder stechend empfinden. Im weiteren Verlauf entstehen entzündliche rote Knötchen und Pusteln im Bereich der Wangen und der Nase. Bei Mitbeteiligung der Augen kommt es zu Lidrand- und Bindehautentzündungen vergesellschaftet mit dem Gefühl eines „trockenen Auges“.

Intensive Sonnenbestrahlung, starke Temperaturschwankungen, Hitze, Alkohol, Stress und körperliche Anstrengung können die Symptome verschlechtern.

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Die Ursache der Erkrankung ist nicht genau geklärt. Einerseits handelt es sich um eine entzündliche Erkrankung der Talgdrüsen, es liegt jedoch gleichzeitig eine gestörte Regulation der oberflächlichen Hautgefäße vor. Damit erklärt sich auch das „anfallsartige“ od. „flush-artige“ Erröten der Patienten.

 

Aufgrund des langfristigen Verlaufs der Erkrankung sind wiederkehrende Kontrollen sinnvoll um die Therapie entsprechend dem Stadium zu adaptieren.

 

Tägliche Pflege und ein ausreichender Lichtschutz haben eine hohe Bedeutung in der Therapie der Erkrankung. Mithilfe von Cremen und medikamentöser Therapie kann eine Verbesserung des Beschwerdebildes erreicht werden.

THERAPIEN:
Lokalbehandlung mit antibakteriellen und anti-entzündlichen Wirkstoffen
Medikamentöse Behandlung mit Antibiotika od. niedrig dosiertem Isotretinoin (Vitamin A Kur)
Lasertherapie für störende Gefäßerweiterungen und Rötungen des Gesichtsbereiches
Unterstützende kosmetische Behandlungen:
„Douceur Marine“ Gesichtsbehandlung bei Gesichtsrötungen (Couperose), Fruchtsäurebehandlung: Neostrata Peel
Weiters bieten wir eine Reihe von medizinischen Pflegeprodukten in unserer Ordination zum Verkauf an, die besonders für Rosazea als unterstützende Begleittherapie geeignet sind.
Rosazea

Schuppenflechte (Psoriasis):

Die Schuppenflechte ist eine weltweit sehr häufig vorkommende chronisch-entzündliche, jedoch nicht ansteckende Hauterkrankung, die eine familiäre Häufung zeigt.

Sie tritt erstmals in der Pubertät oder im frühen Erwachsenenalter auf und zeigt sich in Form von kleinen od. auch großen dicken Rötungen der Haut mit mäßiger oder starker Schuppenbildung. Die Hautveränderungen treten typischerweise an der Kopfhaut, im Gesicht, an den Ellbogen, den Knien, aber auch an den Nägeln oder im Genitalbereich auf. Juckreiz kann ausgeprägt, aber auch gering sein.

Wichtig ist, dass die Schuppenflechte auch die Gelenke, die zugehörigen Bänder und angrenzenden Weichteile betreffen kann sowie mit Diabetes, Übergewicht und Erkrankungen des Herzens und des Gefäßsystems assoziiert sein kann.

Viele Faktoren, wie genetische oder entzündliche Faktoren, Phasen mit psychischer Belastung und Stress, oder auch Medikamente bestimmen den Verlauf der Erkrankung.

Die Behandlung der Schuppenflechte ist sehr vielschichtig und bedarf großer Sorgfalt in der Auswahl der optimalen Wirkstoffe oder Behandlung für den Patienten, die nicht nur auf den Schweregrad der Erkrankung sondern auch auf mögliche Begleiterkrankungen angepasst werden sollte. Regelmäßige Kontrollen sowie Beratungen hinsichtlich neuer Therapieoptionen sind gerade bei dieser Hauterkrankung unerlässlich.

Oberstes Ziel der Behandlung ist, die Lebensqualität der Patienten zu verbessern.

THERAPIEN:
Lokalbehandlung mit anti-entzündlichen Wirkstoffen
Immunmodulierende systemische Behandlung (Fumarsäure, Methotrexat, Retinoide)
Behandlung mit Biologika (Injektionen)
UVB Bestrahlung allein od. in Kombination mit lichtsensibilisierenden Medikamenten

UVB-Bestrahlung:

Ein UVB Bestrahlungsgerät strahlt ein UVB Licht mit einer Wellenlänge von 311nm aus.
Die Bestrahlung findet in einer Bestrahlungskabine statt und dauert im Durchschnitt 1-3 min und sollte je nach Diagnose 2-3 Mal pro Woche durchgeführt werden. Bei Ansprechen auf die Behandlung, sieht man bereits nach etwa 3-4 Wochen erste Besserungen.

Weitere Anwendungsbereiche der UVB-Bestrahlung sind: Neurodermitis, entzündliche Erkrankungen der Haut, Hand-od. Fußekzeme, Juckreiz bzw. juckreizassoziierte Erkrankungen, Nierenerkrankungen, kutane Lymphome, Weißfleckenerkrankung, Lichen ruber, Sonnenallergie.

Psoriasis
Psoriasis
Psoriasis

Ekzeme

Die Wahrscheinlichkeit einmal im Leben an einem Ekzem zu leiden liegt bei nahezu 100%. Es gibt viele verschiedene Formen von Ekzemen, die sich hinsichtlich Entstehung und Aussehen unterscheiden.

Ausgelöst werden Ekzeme durch Unverträglichkeitsreaktionen im Rahmen einer Allergie (z.B. Nickel oder Duftstoffe), aber auch durch chemische (z.B. Reinigungsmittel, Desinfektionsmittel, Dämpfe, Stäube) oder physikalische Umweltreize (z.B. häufiger Wasserkontakt). Ein weiterer Aspekt für die Entstehung eines Ekzems ist das Austrocknen der Haut durch falsche Pflege oder Vernachlässigung der Hautpflege bei Neigung zu trockener Haut.

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Ekzeme beginnen meist mit einer Rötung, gefolgt von einer Bläschen-  und darauffolgenden Schuppen- und Krustenbildung. Im chronischen Stadium zeigt sich eine rötliche Verdickung der Haut und Schuppenbildung die durch Kratzen des Patienten verstärkt wird.

 

Aufgrund des permanenten Juckreizes und des oft langwierigen Verlaufs, stellen Ekzeme eine sehr belastende Situation für den Betroffenen dar.

 

So vielgestaltig wie die Erscheinungsformen der Ekzeme, sind auch deren Behandlungsmöglichkeiten. Abhängig vom Hauttyp und dem Alter des Patienten ist eine regelmäßige Hautpflege besonders wichtig.

 

Eine genaue Anamnese und ein ausführliches Erstgespräch sind sinnvoll, um eine gezielte Abklärung zu veranlassen und ein geeignetes Therapiekonzept anzubieten.

THERAPIEN:
Lokalbehandlung mit anti-entzündlichen Wirkstoffen
Medikamentöse Behandlung mit Antibiotika, Kortison oder Retinoiden
UVB Bestrahlung
Allergologische Austestung (PRICK, ECT-Test)
Ekzem
Ekzem
Ekzem

Neurodermitis (Atopische Dermatitis/Atopisches Ekzem):

Die Neurodermitis stellt eine Sonderform des Ekzems dar. Sie ist gekennzeichnet durch eine genetisch bedingte Störung der Hautbarriere mit starker Hauttrockenheit sowie einer erhöhten Bereitschaft zur Sensibilisierung der Haut (Überempfindlichkeitsreaktion der Haut) gegenüber harmlosen äußeren Umweltreizen.

Die Folge ist eine entzündliche Reaktion der Haut und/oder der Schleimhäute sowie ein ausgeprägter Juckreiz der Haut.

Zu den atopischen Erkrankungen werden auch der Heuschnupfen und das allergische Asthma gerechnet.

Betroffen sind vor allem Säuglinge und Kleinkinder. Bei der Mehrheit der Kinder (~70%) heilt die Erkrankung bis zum jungen Erwachsenenalter aus. Bei ca. 2% der Patienten, kann die Neurodermitis jedoch bis ins Erwachsenenalter bestehen bleiben.

Das Ziel der Behandlung ist eine intensive Pflege der Haut, um den Entzündungen der Haut vorzubeugen, den Juckreiz zu lindern und die immer wiederkehrenden Schübe der Erkrankung zu verringern bzw. zu verhindern.

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Typischerweise betroffen sind Nacken, Hals, Gesicht, Ellenbeugen und Kniekehlen. Die Haut ist gerötet, nässt und neigt zur Austrocknung, Schuppen- od. Krustenbildung. Bei schweren Verläufen kann es auch zu sekundären bakteriellen Infektionen oder zu Herpesbildung kommen.

 

Ein großes Problem ist der oft quälende starke Juckreiz, der zu schlaflosen Nächten und zu einer emotionalen Belastung des gesamten familiären Umfeldes führen kann.

 

Neben anti-entzündlichen Lokaltherapien mit kortisonhaltigen Salben (bei akuten Schüben) oder Cremen mit Calcineurin-Inhibitoren (zur Intervalltherapie), stehen Antihistaminika zur Juckreizstillung, UVB-Lichtherapie und neu auch ein Biologikum zur Verfügung.

THERAPIEN:
Lokalbehandlung mit anti-entzündlichen und immunmodulierenden Wirkstoffen
Medikamentöse Behandlung mit anti-entzündlichen oder immunsupprimierenden Wirkstoffen
UVB Bestrahlung
Behandlung mit Biologika (Injektionen)
Neurodermitis
Neurodermitis

Allergie

Unter einer Allergie versteht man eine Überreaktion des Immunsystems auf harmlose Stoffe (Gräserpollen, Hausttaubmilbe, Nickel, etc.), die in unserem täglichen Umfeld vorkommen. Unser Immunsystem erkennt diese Stoffe (sog. „Allergene“) als fremd und startet eine Abwehrreaktion. Es kommt an den Stellen wo die Haut oder die Schleimhäute in Kontakt mit dem „Allergen“ kommen zu Entzündungsreaktionen, die sich in Form von Kontakt-oder atopischen Ekzemen, Schwellungen der Nasen-und Bronchialschleimhaut („Heuschnupfen“ bzw. Asthma bronchiale) oder Lidekzemen äußern. Eine allergische Neigung ist zum Teil vererblich. Für die starke Zunahme der Allergien in der industrialisierten Welt sind der geänderte Lebensstil, die Veränderung der klimatischen Verhältnisse und die erhöhte Schadstoffbelastung verantwortlich.

Zu den häufigsten Allergien zählen:

  • inhalativen Allergien (Heuschnupfen, Asthma)
  • Kontaktallergien (Nickel, Kobalt, Duftstoffe, Reinigungsmittel, Desinfektionsmittel, Konservierungsmittel)
  • Insektengiftallergien
  • Medikamentenallergien
  • Nahrungsmittelallergien

Eine genaue Abklärung erfolgt mittels spezifischer Hauttests (PRICK, ECT) und Blutuntersuchungen.

PRICK Test

Die Durchführung eines Pricktests erfolgt zur Ermittlung inhalativer Allergene. Hierfür werden 24 Testsubstanzen entlang des Unterarms auf die Haut getropft und die Stellen anschließend oberflächlich angeritzt. Nach einer Wartezeit von etwa 20 min, lassen sich meist Tendenzen für bestimmte Allergene erkennen. In Folge wird eine Blutabnahme durchgeführt, um die genauen Laborparameter und den Schweregrad der Allergie zu bestimmen.

ECT Test (Epicutan-Test)

Der Epicutan-Test wird bei Kontaktekzemen durchgeführt. Hierbei werden einige Allergene mittels Pflaster für die Dauer von 3 Tagen auf den Rücken aufgeklebt. Dabei erfolgen zwei Hautkontrollen, um die Reaktionen an der Haut zu beurteilen. Am Ende der Austestung werden die Ergebnisse besprochen und schriftlich in einem Allergiepass festgehalten.

Nach Zusammenschau der angegebenen Beschwerden des Patienten und der Testergebnisse wird eine auf den Patienten abgestimmte Therapie eingeleitet.

Wesentlich ist es, den Kontakt zum entsprechenden Allergen zu vermeiden.

THERAPIEN:
Medikamentöse Behandlung mit Antihistaminika
Immuntherapie (Hyposensibilisierungsbehandlung)

Immuntherapie (Hyposensibilisierungsbehandlung):

Je nach medizinischem Bedarf, können Sie sich bei uns auch gegen gewisse Allergien immunisieren lassen (z.B. Birke, Gräser, Hausstaubmilbe). In einem ausführlichen Arztgespräch ermitteln wir die für Sie beste Methode (Injektionen, Tropfen od. Tabletten). Anschließend werden zumeist über einen Zeitraum von 2- 3 Jahren regelmäßige subkutane Injektionen des Allergens verabreicht. So erzeugt man einen langsamen „Gewöhnungseffekt“ und das vorerst „fremde Allergen“ wird vom Körper als „eigen“ eingestuft.

Kinderdermatologie

Besonders wichtig bei der Behandlung von Kindern ist es, sich Zeit zu nehmen um das Vertrauen der kleinen Patienten zu gewinnen sowie das nötige Einfühlungsvermögen aufzubringen.

Zu den häufigsten Hauterkrankungen von Kindern zählen vor allem:

  • Ekzeme
  • Neurodermitis
  • Windeldermatitis
  • Warzen
  • Akne
  • Viral- und bakteriell bedingte Kinderkrankheiten
  • Pilzerkrankungen
  • Auflichtmikroskopie von Muttermalen

Besonders wichtig sind uns eine einfühlsame Vermittlung des Hautproblems und eine kindgerechte Therapie.

Infektionen der Haut

Es gibt eine große Anzahl möglicher Erreger, die eine Infektion der Haut verursachen können. Nach eingehender Untersuchung der Haut kann festgestellt werden, ob es sich um eine bakterielle oder virale Infektion handelt oder aber ein Pilz- oder Parasitenbefall vorliegt.

Zur Diagnosesicherung können Abstriche an der Haut mit Wattestäbchen, Blutuntersuchungen oder kleine Hautbiopsien erforderlich sein.

Häufige Veränderungen sind Hauteiterungen (sog. Pyodermien) aber auch Allgemeinsymptome (v.a. Fieber), die durch bakterielle Toxine verursacht werden. Infektionen der Haut können von außen oder durch Ausbreitung im Körper entstehen. Für das Eindringen von Bakterien sind kleine Verletzungen in der obersten Hautschicht verantwortlich, feuchte Areale (z.B. Leiste, Hautfalten) begünstigen die Entstehung von Pilzinfektionen.

Bei einigen Hauterkrankungen ist aufgrund von Schuppenbildung oder Nässen der Haut (Ekzeme, Neurodermitis, Schuppenflechte od. nur trockene Haut) die Wahrscheinlichkeit einer Infektion aufgrund der gestörten Hautbarriere erhöht.

Häufige bakterielle Infektionen:

Impetigo contagiosa (Eiter-/Borkenflechte): betrifft vor allem Kinder und beginnt mit Blasenbildung und gelber Krustenbildung. Durch Kratzen entstehen neue Herde an Gesicht, Armen und Beinen. Auslöser sind Bakterien wie Streptokokken, manchmal auch Staphylokokken.

Erysipel (Wundrose): Bakterien, meist Streptokokken, gelangen über kleinste Risse und Verletzungen in die Haut und breiten sich entlang der Lymphgefäße aus. Es zeigt sich eine schnell ausbreitende Rötung und Schwellung des betroffenen Hautareals. Zumeist sind das Gesicht oder ein Bein betroffen. Das Erysipel des Beines entsteht häufig im Rahmen von Fußpilzerkrankungen, da hier die Bakterien durch kleinste Risse zwischen den Zehen eindringen können. Besondere Risikofaktoren stellen auch ein Diabetes od. eine schlechte Immunlage dar. Manchmal kann es auch zu hohem Fieber, Schüttelfrost und Lymphknotenschwellungen kommen. Hier ist in der Regel eine stationäre Aufnahme in einem Krankenhaus erforderlich.

Bei immer wiederkehrenden Erysipelen kann es zu einer Funktionsstörung der Lymphbahnen kommen, die zur Abflußbehinderung der Lymphe und in weiterer Folge zu einem dauerhaftem Lymphödem (Schwellung) der betroffenen Körperstelle (oftmals Bein) führen.

THERAPIEN:
Behandlung mit antibiotischen bzw. anti-septischen Lösungen od. Cremen
Medikamentöse Behandlung mit antibiotisch wirksamen Tabletten

Pilzinfektionen der Haut und Nägel sind ein weit verbreitetes Problem, das große Teile der Bevölkerung betrifft. Pilzinfektionen können nahezu am gesamten Körper auftreten, vom Gesicht bis zu den Füßen, in großen Hautfalten, in Finger- oder Zehenzwischenräumen sowie auf den Nägeln.

Im Bereich des Kopfes, des Gesichtes und des Körpers treten Pilzinfektionen im Speziellen bei Kindern, aber auch bei Erwachsenen nach Kontakt mit Tieren (Hund, Katze, Meerschweinchen, Hase,…) auf. Im Bereich der großen Hautfalten (z.B. Bauchfalte, Leisten, unter den Brüsten, Achsel und Zehenzwischenräumen) führt vermehrtes Schwitzen und das feuchte, warme Milieu oft zu einer Infektion mit Hefepilzen (in 80% der Fälle Candida albicans). Ein weiteres Beispiel dafür ist die Windeldermatitis des Säuglings.

Erreger des Nagelpilzes bevorzugen ebenso ein feuchtes Milieu für ihr Wachstum. Deshalb sind Schwimmbäder, Sauna, Fitness-Studios oder das familiäre Umfeld als Hauptinfektionsquellen zu sehen.

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Pilzinfektionen der Haut verursachen Juckreiz sowie Rötungen, Schuppungen oder Pustelbildungen der Haut, die im Zentrum der Infektion abblassen und einen erhabenen Rand aufweisen.

 

Pilzinfektionen an den Nägeln gehen meist mit einer Verfärbung und Verdickung der Nagelplatte einher. Bei Vorschädigung des Nagels und der Nagelhaut oder bei zuckerkranken und älteren Menschen kommt es leichter zu einer Pilzinfektion.

 

Vor Therapiebeginn werden eine Proben vom Nagel oder (durch Abkratzen) von Hautschuppen gewonnen, um eine Pilzkultur anzulegen, d.h auf ein Nährmedium aufgetragen. Auf dieser Nährplatte vermehren sich die Pilze und werden anschließend unter dem Mikroskop untersucht. Mit Hilfe des Mikroskops kann die Pilzart identifiziert werden und somit eine effiziente Therapie eingeleitet werden.

THERAPIEN:
Behandlung mit pilzhemmenden Salben
Behandlung mit pilzhemmenden Tabletten
Lasertherapie bei Nagelpilz (Kosten: 80€/Behandlung; 4 Behandlungen im Abstand von 1 Woche empfohlen)
Nagelpilz

Nagelpilz

Tinea Corporis

Tinea Corporis

Häufige virale Infektionen:

Herpes simplex (Fieberblasen): durch Schmierinfektion befallen die Herpesviren bevorzugte Körperstellen. Ist die Infektion einmal erfolgt, verbleibt das Herpesvirus für immer im Körper und ruht in den Nerven des befallenen Hautbezirkes. Wenn bestimmte Auslöser (wie Sonne, Stress, Krankheit, Hormonschwankungen, Abwehrschwäche) das Virus reaktivieren, kommt es zum Ausbruch der Erkrankung. An der Haut kommt es zu einer schmerzhaften Bläschenbildung, welche mit Krusten abheilt.

Es gibt zwei Haupttypen des Herpes simplex Virus: Typ 1 befällt Lippen und Nase, wobei Typ 2 vornehmlich Auslöser des Genitalherpes ist.

Herpes zoster (Gürtelrose): Die Erstinfektion mit diesen Viren der Varicella Zoster Gruppe löst in der Kindheit die Windpocken (Feuchtblattern) aus. Anschließend ruhen die Viren in den Nerven des betroffenen Hautsegmentes und treten bei Reaktivierung (wie Sonne, Stress, Krankheit, Hormonschwankungen, Abwehrschwäche) in Form der Gürtelrose hervor. Das betroffene Hautareal ist zumeist über einige Tage äußerst schmerzhaft, bevor anschließend gruppierte Bläschen auftreten. Manchmal bleiben auch nach Abheilung der Hauterscheinungen Nervenschmerzen bestehen (Post-Zoster-Neuralgie), die eine längerfristige Schmerztherapie erfordern.

THERAPIEN:
Medikamentöse Behandlung mit virushemmenden Tabletten

Warzen

Warzen stellen insbesondere bei Kindern, ein häufiges aber meist harmloses Problem dar. Sie sind Folge einer Infektion der Haut mit humanen Papillomaviren (HPV-Viren). Meist nach Wochen oder Monaten, entstehen an der infizierten Stelle Warzen infolge eines verstärkten Wachstums der Hornzelle (Hautwucherung mit zerklüfteter Oberfläche).

Die Infektion erfolgt durch körperlichen Kontakt oder indirekt (wie barfuß laufen im Schwimmbad, Sauna oder Turnsälen). Eine Übertragung der Viren erfolgt auch durch Kratzen an der eigenen Warze.

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Gewöhnliche Warzen findet man an Handrücken, Fingern und am Nagelwall. Die Dornwarzen treten an der Fußsohle auf und wachsen tief in die Haut ein. Dies verursacht bei Druckbelastung Schmerzen beim Gehen. Flachwarzen sind vor allem bei Kindern und Jugendlichen im Hand- und Gesichtsbereich zu finden und bilden sich manchmal von allein zurück.

 

Eine Sonderform sind Dellwarzen (Mollusken), die durch das Molluscum- contagiosum Virus verursacht werden und im eigtl. Sinne keine Warzen darstellen. Diese treten vor allem bei Kindern, aber auch bei Erwachsenen im Bereich des Gesichtes, des Körpers od. auch im Genitalbereich auf. Meist sind nur ein oder zwei Hautstellen betroffen, gelegentlich kann jedoch ein großflächiger Befall vorliegen. Ein erhöhtes Risiko dafür haben insbesondere Menschen mit trockener Haut (z.B. atopischem Ekzem), aber auch sexuell aktive Menschen oder Personen mit Immunschwäche. Die Viren können besonders leicht in aufgeweichter Haut eindringen. Daher sind Schwimmbäder, oder die Sauna häufige Infektionsquellen. Dellwarzen haben eine glatte, glänzende Oberfläche und sind meist hautfarben oder transparent. Ein typisches Merkmal ist die kleine Delle in der Mitte der Papel.

 

Feigwarzen (Condylome) werden durch HPV-Viren verursacht und zählen neben dem Genitalherpes zu den häufigsten sexuell übertragbaren Erkrankungen.

THERAPIEN:
Kryotherapie (Kältetherapie) mit flüssigem Stickstoff in Kombination mit einer Warzentinktur.

Ein regelmäßiger Besuch in der Ordination zur Wiederholung der Kältetherapie ist sinnvoll. Wichtig ist Geduld und die nötige Konsequenz der oft langdauernden Selbstbehandlung.

Dornwarzen

Dornwarzen

Flachwarzen

Flachwarzen

Sexuell übertragbare Erkrankungen:
(engl. Sexually transmitted diseases-STDs)

Unter diesem Begriff werden Infektionen bezeichnet, die hauptsächlich durch Geschlechtsverkehr oder andere sexuelle Kontakte übertragen werden. Da diese Erkrankungen zumeist mit Veränderungen an den Schleimhäuten und der Haut einhergehen, wurden sie dem Fachbereich der Dermatologie zugeordnet. STDs (sexually transmitted diseases) gehören zu den ältesten bekannten Erkrankungen der Menschheit überhaupt, denn überall wo sich Menschen lieben und fortpflanzen, gibt es diese. Als Beispiel sei hier nur die Syphilis oder die Gonorrhoe zu nennen, die schon Ende des 15 Jhd. in Europa große Bedeutung hatten, dann z.T. auch aufgrund der Entdeckung des Penicillins, selten geworden sind und heute wieder gehäuft auftreten.

Hautarzt-Floridsdorf - Allgemeine_Dermatologie

Geschlechtskrankheiten werden am häufigsten durch Bakterien, Pilze und Viren, aber auch durch Parasiten oder Protozoen verursacht.

Zu den wichtigsten sexuell übertragbaren Erkrankungen zählen:
Chlamydieninfektion, Mykoplasmeninfektion, bakterielle Vaginose-u. Candidose, Gonorrhoe („Tripper“), Syphilis, der Genitalherpes, Feigwarzen (bzw. Condylome) od. auch die HIV Erkrankung.

Es ist wichtig zu wissen, dass Kondome für einige sexuell übertragbare Erkrankungen, wie Syphilis oder HPV-Viren, keinen zuverlässigen Schutz bieten. Daher ist sowohl die generelle Aufklärung über STDs als auch die frühzeitige Diagnose und Therapie entscheidend für die Prävention als auch für die Verhinderung der Verbreitung dieser Erkrankungen.

Symptome bei STDs äußern sich entweder in Form von juckenden od. schmerzhaften entzündlichen Haut- bzw. Schleimhautveränderungen im Genitale, After od. im Mund-Rachen-Raum, Ausfluss, Unterbauchschmerzen oder Brennen beim Urinieren oder sie können auch völlig fehlen.

Die Diagnose wird anhand klinischer Beschwerden und mittels mikrobiologischer Abstriche sowie Blutuntersuchungen gestellt. Wichtig ist, dass ebenso die Geschlechtspartner untersucht und therapiert werden, da es ansonsten zu immer wiederkehrenden Infektionen kommt.

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Häufige bakterielle Infektionen des Genitales:

Eine Infektion mit Chlamydien zählt zu den häufigsten bakteriellen STDs in Europa. Bei Frauen verläuft sie in bis zu 80% asymptomatisch, bleibt daher oft unerkannt aber kann Spätfolgen wie chronische Unterbauchbeschwerden, unerfüllten Kinderwunsch od. eine extrauterine (außerhalb der Gebärmutterhöhle bestehende) Schwangerschaft verursachen. Ein anderes Bakterium, welches im Zusammenhang mit fehlendem Kinderwunsch od. Frühgeburt steht, sind Mykoplasmen. Besonders häufig ist auch die bakterielle Vaginose, die durch ein Überwuchern von unterschiedlichen Bakterienstämmen und einer gleichzeitigen Verminderung der normalen Scheidenflora gekennzeichnet ist.

 

Ebenfalls sehr häufig ist die Gonorrhoe („Tripper“), welche durch Gonokokken-Bakterien verursacht wird. Beim Mann kommt es meist zu einer Entzündung der Harnröhre, bei der Frau zu einer Entzündung des Gebärmutterhalses, der Vaginalschleimhaut oder der weiblichen Geschlechtsdrüsen. Klinisch kommt es zum eitrigen Ausfluss und Schmerzen beim Harnlassen. Eine weitere Folge, sowohl beim Mann als auch bei der Frau, können Sterilität od. auch eine Ausbreitung der Infektion auf das Bauchfell oder den gesamten Körper (Gonokkoken-Sepsis) sein. Gonokokken können auch durch Oral-oder Analverkehr auf die Rachen-oder Darmschleimhaut übertragen werden. Eine Gonokokkeninfektion während der Schwangerschaft kann zu ernsthaften Komplikationen des Fötus führen od. bei Geburt zu einer Augeninfektion (Gonoblennorrhoe) mit möglicher Blindheit des Neugeborenen führen.

 

Syphilis (Lues, „harter Schanker“, „Franzosenkrankheit“) wird durch das Bakterium Treponema pallidum verursacht. Die Übertragung erfolgt in der Regel durch sexuelle Kontakte, kann aber auch von der erkrankten Mutter im Rahmen der Geburt auf ihr Kind übertragen werden. Die Infektion verläuft stadienhaft, wobei zu Beginn ein schmerzloses, hartes und meist nässendes Schleimhautgeschwür am Ort des Eindringens (Penis, Schamlippen, Scheide od. auch After) auftritt. Im weiteren Verlauf kommt es über den Blut-oder Lymphweg zur Ausbreitung des Erregers mit Allgemeinsymptomen (Fieber, Gelenks-und Muskelschmerzen, etc. ) und Lymphknotenschwellungen.

 

An der Haut können verschiedene Hautveränderungen auftreten wie z.B. ein nicht-juckender Hautausschlag am Stamm oder im Bereich von Hand-und Fußsohlen oder auch Knötchen im Bereich des Genital-od. Analbereiches. Manche Betroffene leiden auch unter einem mottenfraßähnlichen Haarausfall. Anschließend verschwinden zumeist die Symptome und treten nach Monaten od. Jahren in das nächste Stadium über, das neben unterschiedlichsten Hauterscheinungen vor allem zu Folgeschäden an Gefäßen, Organen (z.b. Herzklappeninsuffizienz) od. Nerven (Sehstörungen) führen kann. Wenn die Syphilis nicht behandelt wird, kann sie nach weiteren Jahren neurologische Schäden verursachen, die zu stichartigen Schmerzen in Bauch und Beinen, Gangunsicherheiten, Gefühlsstörungen oder anderen Lähmungserscheinungen führen können. Schäden am Gehirn können von psychischen Auffälligkeiten bis hin zur Demenz führen.

 

Häufige Pilzinfektionen des Genitales:

Unter einer genitalen Candidose versteht man eine Pilzinfektion des Genitales mit einem Hefepilz welcher weitverbreitet ist und auch häufig im Darm des Menschen vorkommt.

 

Eine genitale Candidose bei der Frau tritt häufig in der Scheide auf, kann aber auch in der Harnröhre oder Harnblase auftreten und verursacht stark juckende, rötliche Hautveränderungen. Meist kommt es auch zu einem weißlichen Ausfluss. Beim Mann kommt es zu einer mehr oder wenig starken Entzündung der Eichel und der Vorhaut, selten auch der Harnröhre bzw. der Harnblase oder der Prostata. Risikofaktoren für eine genitale Candida stellen ein schlecht eingestellter Diabetes, Immunschwäche sowie eine Antibiotikabehandlung dar.

 

Häufige virale Infektionen des Genitales:

Der Herpes genitalis (Genitalherpes) wird fast zu 80% durch eine Infektion mit Herpes simplex Typ 2, das fast ausschließlich beim Geschlechtsverkehr übertragen wird verursacht. Nach erfolgter Infektion, verbleibt das Herpesvirus lebenslang in den Nervenwurzeln. Durch bestimmte Faktoren (wie Sonne, Stress, Krankheit, Hormonschwankungen, Abwehrschwäche) kann das Virus reaktiviert werden und bricht dann in Form von schmerzhaften, gruppierten Bläschen im Bereich der Scheide od. des Penis, aber auch im Bereich des Anal- od. Rektalbereiches auf. Bei ausgeprägtem Befall od. bei Immunschwäche können auch flächenhafte Geschwüre und Fieber auftreten.

 

Feigwarzen (Condylome) sind Hautwucherungen, die durch Geschlechtsverkehr od. engen körperlichen Kontakt übertragen und durch humane Papillomaviren (HPV-Viren) ausgelöst werden. Am Beginn der Erkrankung zeigen sich kleine rötlich bis grau-bräunliche Warzen, die im Genitalbereich von Frau und Mann zu finden sind.

 

Erst Monate bis Jahre nach Kontakt mit den HPV-Viren kommt es zur Entwicklung der Feigwarzen. Es gibt rund 100 verschiedene HPV-Typen, wobei die Hochrisikotypen besondere Bedeutung haben, da diese bei Frauen Gebärmutterhalskrebs und beim Mann das Peniskarzinom auslösen können.

 

Man kann sich mittlerweile durch eine Impfung vor den wichtigsten HPV-Typen schützen. Nach 3 Teilimpfungen hat man eine vollständige Immunisierung aufgebaut.

 

Eine bedeutsame Erkrankung, die ebenfalls durch Geschlechtsverkehr übertragen wird, stellt die HIV (engl. Humane Immunodeficiency Virus) bzw. AIDS (engl. „Aquired Immune Deficiency Syndrome) Erkrankung dar. Die Infektion erfolgt hier durch Retroviren (HIV-1 od. HIV-2). Am weitaus häufigsten wird das HIV Virus durch ungeschützten Geschlechtsverkehr mit einem infiziertem Partner od. Partnerin übertragen. Das Virus befällt die Immunzellen des Körpers und führt mit fortschreitender Erkrankung zu einer Abnahme dieser Zellen und folglich zu einer Immunschwäche. Als Folge davon ist das Immunsystem nicht mehr in der Lage den Organismus vor Krankheiten zu schützen.
Auch die HIV Erkrankung verläuft in Stadien, wobei die frühe Krankheitsphase oft unbemerkt bleibt. Nach Tagen bis Wochen nach der Ansteckung kann es zu Allgemeinsymptomen kommen, die einem Virusinfekt (Hautausschlag, Fieber,. Gelenksbeschwerden, Lymphknotenschwellungen) ähneln. Nach einer relativ langen Periode (bis zu 10 Jahren) ohne Symptome, kommt es schließlich zum gehäuften Auftreten von Infektionen (z.B. Pilzinefktionen, Herpes, Gürtelrose). Im weiteren Verlauf ist das Immunsystem so geschwächt ,dass es nicht mehr in der Lage ist, Krankheitserreger abzuwehren, die für den gesunden Menschen in der Regel keine Gefahr darstellen (sog. opportunistische Infektionen). In diesem Stadium spricht man schlussendlich von einer AIDS Erkrankung und ohne Therapie, sterben die Betroffenen früher oder später zumeist an opportunistischen Infektionen.
HIV kann heute jedoch mit einer Kombination von virushemmenden Medikamenten sehr erfolgreich behandelt werden, sodass bei frühzeitiger und lebenslanger Therapie, der Ausbruch von Infektionen, die durch die Immunschwäche bedingt sind, weitgehend vermieden werden kann.

THERAPIEN:
Behandlung mit antiseptischen od. antibiotischen bzw. pilzhemmenden Salben
Medikamentöse Behandlung mit Antibiotika bzw. mit pilz-oder virushemmenden Wirkstoffen
Feigwarzen: Kältetherapie mit flüssigem Stickstoff

Haarausfall

Der Mensch verliert am Tag ungefähr 100 Haare. Erst wenn diese Zahl überschritten wird, spricht man –medizinisch gesehen-vom eigentlichem Haarausfall.

Haarausfall kann durch eine Überempfindlichkeit auf männliche Geschlechtshormone, verschiedene Mangelzustände und Diäten, entzündliche Vorgänge im Körper wie bei Infektionen, durch Systemerkrankungen, belastende Ereignisse (Operation, Geburt, Chemotherapie, Stress) sowie medikamentös verursacht werden.

Meist ist die Lebensqualität bei Erkrankungen des Haares und der Kopfhaut eingeschränkt und kann teilweise auch massiv beeinträchtigt sein.

Wichtig ist eine ausführliche Anamnese und Diagnostik, um eine individuelle Therapie planen zu können. Je nach Ursache der Erkrankung werden auslösende Faktoren behoben und mit Hilfe verschiedener Haarwuchsmittel oder entzündungshemmender Lösungen kann eine Zunahme der Haardichte erreicht werden. Beim männlichen Haarausfall hilft oft eine medikamentöse Therapie (Finasterid), die jedoch über einen langen Zeitraum eingenommen werden muss.

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Der männliche oder androgenetische Haarausfall ist die häufigste Form des Haarausfalls und bei etwa 50% der Männer im 50. Lebensjahr zu finden, während bei Frauen etwa 10-40% betroffen sind. Ursächlich beruht der männliche Haarausfall auf einer vererbten Bereitschaft der Haarfollikel überempfindlich auf männliche Geschlechtshormone (Androgene) zu reagieren. Die Haare werden bei jedem Haarwechsel dünner, bis hin zu deren völligen Verschwinden.

 

Diffuser Haarausfall ist die zweithäufigste Form des Haarausfalls und beruht auf Störungen des Stoffwechsels (Diabetes, Schilddrüsenerkrankungen), Mangelzuständen (Eisenmangel, Vitamin-oder Östrogenmangel,..), systemischen Erkrankungen (Lupus, Infektionen, Darmerkrankungen, Krebs,..) oder auf bestimmte Medikamente (Blutdruck-od. Schilddrüsenmedikamente, Chemotherapie,..).

 

Eine weitere Form des Haarausfalls ist die Alopecia areata (AA), bei der es zu einem umschriebenen, kreisrunden Haarausfall im Bereich des Kopfes oder auch des Bartes kommt. Ursächlich handelt es sich hier um eine Autoimmunerkrankung, bei der Immunzellen gegen die Haarfollikel gerichtet sind. Die AA kommt familiär gehäuft vor und ist häufig mit entzündlichen Erkrankungen wie dem atopischen Ekzem, Autoimmunerkrankungen der Schilddrüse oder der Weißfleckenkrankheit (Vitiligo) assoziiert. Wichtig ist, dass die AA potentiell rückgängig ist und in der Regel gut auf eine Therapie anspricht.

THERAPIEN:
Lokalbehandlung mit Haarwuchsmittel (Minoxidil) od. entzündungshemmenden Wirkstoffen
Medikamentöse Behandlung mit Kortison, Finasterid od. Hydroxychloroquin
Mesotherapie mit Microneedling Pen
Microneedling mit Eigenblut-Plasma (Platelet Rich Plasma/PRP)
Weiters bieten wir eine Reihe von medizinischen Pflegeprodukten in unserer Ordination zum Verkauf an, die besonders für Haarausfall als unterstützende Begleittherapie geeignet sind.

Weißfleckenkrankheit (Vitiligo):

Die Weißfleckenkrankheit ist eine häufige und kosmetisch oft bedeutsame Erkrankung, die auf Autoimmunprozesse zurückzuführen ist und zu einer Zerstörung der Pigmentzellen führt.

Die Erkrankung ist gekennzeichnet durch weiße Herde auf gebräunter Haut, die sich langsam vergrößern können. Aufgrund der Autoimmungenese sollten auch etwaige internistische Erkrankungen, insbesondere der Schilddrüse und hormonelle Störungen ausgeschlossen werden.

THERAPIEN:
Lokaltherapie mit entzündungshemmenden Wirkstoffen (Kortison oder Calcineurin-Inhibitoren)
UVB Lichttherapie
Vitiligo
Vitiligo

Übermäßiges Schwitzen (Hyperhidrose)

Schwitzen gehört zu den lebensnotwendigen Vorgängen der Temperaturregulation beim Menschen.

Unter Hyperhidrose versteht man jedoch ein krankhaftes und übermäßiges Schwitzen.

Es kommt zu verstärktem, meist lokalisiertem Schwitzen, symmetrisch an Handflächen, Fußsohlen und im Bereich der Achseln. Die Ursache ist eine genetisch bedingte Überaktivität der Schweißdrüsen bei fehlender körperlichen Anstrengung, welche durch emotionale und psychosoziale Faktoren verstärkt werden kann.

Ist der gesamte Körper vom Schwitzen betroffen sollte eine internistische (hormonelle Erkrankung, Schilddrüsenerkrankung, Diabetes, Tuberkulose, Tumoren, Infektionen) oder eine neurologische Erkrankung ausgeschlossen werden.

Eine weitere, sehr wirksame Therapie sind Botulinumtoxin– („Botox“) Injektionen. Dieser Wirkstoff führt zur einer Inaktivierung der Schweißdrüsen infolge der Blockade der das Areal versorgenden Nerven. Botox wird dabei an mehreren Stellen mit einem kleinen Depot in die Lederhaut injiziert. Die Wirkung beträgt etwa 6 Monate. Anwendungen werden vor allem in den Achseln, manchmal auch im Bereich der Hände und Füße gemacht.

Eine völlig neue Methode, die vor allem im Achselbereich angewandt wird, ist die Radiofrequenztherapie in Kombination mit Microneedling. Hier wird zunächst mit feinsten, flächig angeordneten Nadeln in die Schicht, in der die Schweißdrüsen sitzen, eingestochen und anschließend ein Radiofrequenzstrom zugeführt. Durch die dabei entstehende Hitze werden die Schweißdrüsen zerstört.

Eine Behandlung dauert ungefähr 40 Minuten und wird in lokaler Betäubung durchgeführt. Bis die Wirkung einsetzt dauert es ca. 10-14 Tage.

THERAPIEN:
Lokalbehandlung mit Aluminiumchlorid
Behandlung mit galvanischen Strömen (sog. Iontophorese Heimgeräte)
Botulinumtoxin- („Botox“) Injektionen (Achseln bds. pro Behandlung/ € 550,-)
Fraktioniertes Radiofrequenz-Microneedling (Achseln bds. pro Behandlung/ € 290,-)

  Die Leistung für die Behandlungen mit Botox bzw. die Radiofrequenztherapie mit Microneedling werden nicht von der Krankenkassa übernommen und müssen daher privat gezahlt werden.

Autoimmunerkrankungen:

Bei einer Autoimmunerkrankung richtet sich das Immunsystem des Betroffenen gegen körpereigene Zellen und Gewebe. Diese Fehlsteuerung des Immunsystems kann prinzipiell jedes Organ des Körpers treffen, insbesondere auch die Haut. Häufig lassen sich im Blut des Betroffenen bestimmte Antikörper (sog. Autoantikörper) nachweisen, welche wichtig für die Diagnosestellung sind.

Die Ursache von Autoimmunerkrankungen ist noch nicht vollständig geklärt. Es spielen jedoch zumeist genetische, sowie Umweltfaktoren, insbesondere auch Infektionen od. Medikamente eine wesentliche Rolle.

Hautarzt-Floridsdorf - Allgemeine_Dermatologie

Zu den wichtigsten Autoimmunerkrankungen der Haut zählen der Lupus erythematodes, die Sklerodermie, blasenbildende Autoimmunerkrankungen (bullöses Pemphigoid, Pemphigus vulgaris) aber auch der Lichen ruber planus, die Alopecia areata oder die Weißfleckenerkrankung.

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Beim Lupus erythematodes (LE) kann man Formen unterscheiden, die nur die Haut (kutaner LE) betreffen, sowie systemische Formen, die zusätzlich auch innere Organe betreffen (sog. systemischer LE). Typisch für den kutanen Lupus ist das sog. Schmetterlingserythem, eine durch UV-Licht hervorgerufene symmetrische Rötung im Bereich der Wangen und der Nase. Es können jedoch auch an anderen Sonnenlicht-exponierten Arealen der Haut entzündliche Veränderungen auftreten.

 

Neben UV-Licht können auch Nikotin und Stress Krankheitsschübe auslösen.

 

Bei der systemischen Form, kommt es meist zu einem generellem Krankheitsgefühl mit Muskel- und. Gelenksschmerzen, gelegentlich Fieber, Müdigkeit oder vergrößerten Lymphknoten. Des Weiteren kann es auch zu einer Verschlechterung der Nierenfunktion, Herz-und Lungenbeteiligung sowie neurologischen Symptomen kommen.

 

Bei der Sklerodermie (vom altgriechischen sklērós= hart) kommt es im Rahmen von Autoimmunprozessen zu einer Verhärtung des Bindegewebes der Haut. Auch hier kann man zwischen primär lokalisierten oder auch „zirkumskripten“ Formen sowie systemischen Varianten, welche eine Mitbeteiligung von Gefäßen und inneren Organen (z.B. Lunge, Herz, Niere, Magen-u. Darmtrakt, etc.) unterscheiden. Typische Symptome sind neben einer Verhärtung der Haut, Durchblutungsstörungen, Schmerzen und Bewegungseinschränkungen der Finger und Zehen („Raynaud-Syndrom“), Verdauungsstörungen, Atemnot od. Herzrhythmusstörungen.

 

Bei den blasenbildenden Autoimmunerkrankungen, kann man Antikörper nachweisen, die gegen bestimmte Strukturen der Haut gerichtet sind. Durch die dadurch entstehende Entzündungsreaktion wird die Kontinuität der Haut gestört und es kommt zur Blasenbildung. Als Auslöser kommen neben genetischen Faktoren vielfach Medikamente oder auch Krebserkrankungen bzw. UV-Licht in Frage.

 

Das bullöse Pemphigoid ist in Mitteleuropa die häufigste blasenbildende Autoimmunerkrankung und betrifft vor allem ältere Menschen. Charakteristisch sind prallgefüllte Blasen an Stamm, Armen und den Oberschenkeln. Bei 20% der Betroffenen kann auch die Mundschleimhaut beteiligt sein. Die Blasen heilen in der Regel nach dem Platzen ohne Narbenbildung ab.

 

Beim Pemphigus vulgaris platzen die Blasen so schnell, dass man diese zumeist nicht mehr sieht. Stattdessen zeigen sich schmerzhafte offene Stellen, Krusten und Rötungen an der Haut. Insbesondere die Mundschleimhaut ist oft als erstes betroffen, gefolgt von anderen Schleimhäuten wie der Nase od. der Speiseröhre. Dies kann zu einer starken Beeinträchtigung der Nahrungsaufnahme führen. Offene Stellen im Gesicht, der Leistenregion, des Gesäßes und des Rückens sind ebenfalls typische Hautveränderungen.

 

Weitaus häufiger als der Pemphigus vulgaris, ist der Lichen ruber planus. Dieser gehört ebenfalls zu den Autoimmunerkrankungen, wobei hier jedoch nicht Autoantikörper sondern Immunzellen gegen Zellen der Haut gerichtet sind.

 

Als Ursache kommen virale Infektionen oder auch Medikamente in Frage.

 

Als Symptome treten stark juckende Papeln symmetrisch an den Beugeseiten der Handgelenke und der Unterschenkelstreckseiten auf. Es können aber auch die Mundschleimhaut, der Genitalbereich, Kopfhaut od. die Nägel betroffen sein.

 

Alopecia areata

 

Weißfleckenkrankheit (Vitiligo)

THERAPIEN:
Bei leichten Formen: Lokaltherapie mit Kortison alleine oder in Kombination mit Calcineurin-Inhibitoren bei leichten Formen
Bei systemischer Beteiligung (=Beteiligung innerer Organe): Medikamentöse Behandlung mit Kortison Tabletten alleine oder in Kombination mit anderen immunsuppressiven Medikamenten (bei Beteiligung von inneren Organen)

Bei Mitbeteiligung von inneren Organen, ist eine enge interdisziplinäre Zusammenarbeit mit den entsprechenden Fachärzten notwendig, um eine optimale Therapie für den Patienten zu gewährleisten und weitere Folgeerkrankungen zu verhindern.